29.06.2017 – 8. Tag

Heute geht es nochmal gen Norden. Frank möchte gern nach St. Petersburg und unser Steuerberater schwärmt immer von Clearwater Beach, auch da möchte ich mal hin. Jedes Jahr haben wir dieses Ziel ausgelassen, weil das Wetter im März und April, da echt kühl war, aber heute sagen sie perfektes Sonnenwetter an. Doch schon 10 Uhr sind wir abfahrbereit. Über die I75 geht’s in den Norden. Die Strecke dauert so seine knapp 2 Stunden und so klingeln wir mal zu Hause an. Oma und Opa freuen sich riesig und so können wir schon mal einige Urlaubsdetails loswerden. Matze wird wegen dem Haus genervt und er versteht es echt uns ins Grübeln zu bringen, ob bei uns alles ok ist. Ja ja ja die bunte große Zeitung schreibt von Unwettern und aufgrund des Hagels vor Jahren ist uns etwas mulmig. Wir hoffen das Beste und wissen ja, dass das Haus in besten Händen ist.

Dann geht es von der I75 auf die I275 Richtung St. Petersburg und da ist sie die Sunshine Skyway Bridge. Ein absolutes Highlight und bereits wegen dieser hat sich der Ausflug gelohnt. Zwar ist hier eine Maut fällig, aber egal, wir fahren sie auch noch auf dem Rückweg. Es gibt nur einen Haltepunkt zum Fotografieren auf der Rückseite und den nehmen wir natürlich. Aenni weist uns in die neue Kunst des Rückenfotografierens ein. Super dreh dich um, schau zum Wasser und nimm die Arme hoch. Naja ich seh irgendwie nicht so gut, wie die kleine Lady aus, halt keine Spannung im Körper. Ein netter Herr beobachtet unser Treiben und bietet uns an, alle drei mal aufs Bild zu bringen. Hervorragend, bis zu dem Moment, wo er meint, wir können uns jetzt umdrehen, er knipst uns von hinten. Ja, er hat uns beobachtet und meinte es gut, Frank und ich schauen uns an und haben glaube kurz den selben Gedanken, wir drehen uns wieder um und er ist mit der Kamera weg. Typisch deutsch! Nein, wir drehen uns um, er ist noch da, die Kamera auch und das Bild, keine Ahnung, ich habe es noch nicht gesehen.

Weiter geht’s nach St. Petersburg, und nach kurzen Zwischenstoppen bei MC Donald und Dunkin Donuts, erreichen wir die hübsche kleine Stadt. In einem Prospekt, was ich zur Belustigung von Frank wieder beim Abstecher auf der Rest Area entdeckt habe, lese ich, dass man für 50 Dollarcent pro Person mit nem Bus, die Stadt erkunden kann. Trotz brütender Hitze finden wir natürlich den Bus und auch hier scheinen derzeit wenig Touristen zu sein, wir sind die einzigem im Bus. Der nette ältere Herr erklärt uns alles und zu unserer Verwunderung verstehen wir wirklich alle was. Aenni war die ganze Zeit still im Bus und hat echt ne Menge aufgeschnappt. Sie kann also, wenn sie will. Nachdem wir aus dem klimatisierten Bus sind, denken wir, wir dürfen jetzt wieder zum Auto. Aber nein, Frank schleift uns bei über 35 Grad zum Baseballstation. Wir toben hinter ihm, keine Chance, er will dahin. Wir geben nach und schon sind wir im Baseball-Shop. Er ergattert wieder Deko für seinen Partykeller und dann geht’s zum Auto und Richtung Clearwater Beach zum Schwimmen.

16 Uhr haben wir nem Parkplatz und stürzen uns kurz nach vier in die Fluten. Der Strand ist herrlich, das Wasser auch, nur hier ist definitiv Saison. Der Strand ist voller Menschen und ein gewisses Mallorca-Feeling kommt auf. Zwecks Haifutter stehen alle vorn im Wasser und das fotografieren der Lieben im Wasser wird zur langwierigen Suche. Aenni hat ihren Spaß und das ist das wichtigste. Bis 17 Uhr geht die Parkuhr und so geht’s 17.15 Uhr gen Cape Coral. Etwas Fahrt haben wir ja noch vor uns. Die Sunshine Skyway Bridge wird noch einmal bewundert und ein Kreuzfahrtschiff schippert gerade unten durch. Wir knipsen, was das Zeug hält. Zu Hause lesen wir, dass die Brücke 1980 von einem Frachtschiff gerammt wurde und über 300 m davon einstürzen. Schön, dass wir es zu Hause gelesen und Aenni bis jetzt davon nix gesagt haben.

Die Rückfahrt verläuft reibungslos. Auf halber Strecke erwischt uns zwar das tägliche Gewitter aber wir werden mit einem Doppelregenbogen belohnt. 21 Uhr sind wir mit zwei Subway zu Hause und lassen den Tag zu Ende gehen. Ich packe schon mal die Koffer. Übermorgen geht es aufs Schiff und der morgige Tag ist schon voll durchgeplant.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*