27.06.2017 – 6.Tag

Ja der Morgen heute ist etwas anstrengend. Trotz Sonnencreme hat meine Vorderseite auch etwas gelitten aber nix zum Vergleich zu Frank. Und heute muss er ihn über sich ergehen lassen, diesen Spruch: Hab ich doch gleich gesagt. Und er leidet, typisch Mann… Ich springe mit meiner Aloe Vera Dose um ihn und bei jeder Berührung ein schmerzverzogenes Gesicht. Ja Bestäubung ist nicht, irgendwie muss das Zeug auf die Haut. Hoffentlich wird es bald besser, soviel jammern ertrage ich nicht. Aenni hat richtig Farbe bekommen, trotz LSF 50 raune ich Frank zu. Toller Blick wird mir entgegen geworfen, Strafe muss sein.

Nach dem Frühstück geht es in die Everglades, also wieder gegen 12 Uhr. Diesmal überrascht uns ein Schauer in Cape Coral, aber wir fahren gen Sonne. Aenni versucht zu protestieren, dass wir die ganze Route durch die Everglades nehmen – die bekannte Loop-Road – aber Frank lässt keine Luft ran. Wir fahren dort lang, er will Alligatoren sehen. OK Chef, ab über die I75, weil das geht schneller und dann die Ausfahrt 101 nehmen. Die geliebt US41 gen Miami naht und das Alligatorensuchen beginnt. Ja der erste ist in Sicht, aber ja aber dem geht es nicht so gut. Der hat den Kampf gegen das Auto und die jetzt um ihn rumnagenden Geier verloren. Aenni fragt, ob das reicht mit Alligatoren sehen und wir umkehren können. Dieser Hinweis wird vom Driver ignoriert. Der nächste Anlaufpunkt ist ein Aussichtspunkt, an dem wir jedes Jahr Alligatoren bewundern. Das Wasser steht durch die Regenfälle dieses Jahr so hoch wie noch nie und das scheinen die Tierchen nicht so zu mögen. Denn dort ist nicht ein Alligator zu sehen. Frank stampft leicht säuerlich zum Auto und ist zuerst wieder drin. Oje hoffentlich sehen wir noch Tiere, sonst ist der schöne Tag in Gefahr.

Im Auto jammert Frank, dass er Alligatoren sehen will und Aenni meint, sie hätte einen hier. Frank stutzt wie hier, sie meint, sie könnte ihm einen per WhatsApp als Emoji schicken. Ich kann nicht mehr vor lachen, ja die Kleine wird groß und wir sehen es Tag für Tag. Also fahren wir die Alligatorenstrecke, wir müssen welche finden. Und unsere kleine Meckernudel hinten ist es auch, die als erstes schreit, da ist einer. Frank muss langsam zurücksetzen, da ich auch ne große Schildkröte gesehen habe. Ja da sitzt die Schildkröte neben dem Alligator. Schöne Tiere und sie werden gleich auf Bildern festgehalten. Der Alligator scheint keinen Hunger zu haben, denn die Turtle ist echt in seiner Reichweite. Weiter geht es. In dieser Jahreszeit waren wir noch nie in Florida und so gibt es neben dem saftigen Grün der Vegetation eben auch den Nachteil, dass die Mangroven stark zugewachsen sind und das Erblicken von Alligatoren schwer fällt. Aber dennoch sehen wir ab und zu einen schwimmen. Und prompt erheitert eine rot-bräunliche Schlange, die sich über die Straße schlängelt, Franks Gesicht. Aenni und ich schreien und so schaffen wir es natürlich nicht, ein Foto zu machen. Ja und das findet der Driver nicht ganz so lustig. Deshalb wird das Tier hier auch im Blogg erwähnt.

Mittlerweile verfärbt sich der Himmel dunkel, es wird bald nen Schauer geben und das in den Everglades. Prima, die Moskitos klatschen doch nach dem Regen in die Hände, wenn die Frischfleisch riechen. Egal weiter geht es. Es fängt kurz an zu regnen und hört auch schnell wieder auf. Vor uns halten andere Autos und eine Stelle mit 4 Alligatoren wird sichtbar. Die Leute also raus und schon geht das um sich schlagen los. Moskitos!!! Frank will dennoch Fotos für die Nachwelt machen. Bitte Aenni und ich bleiben erstmal sitzen und warten ab. Und siehe da, sie stürzen auf ihn. Sonnenbrand und Mückenstiche, oh nein, ich will nicht, er wird leiden. Franks Körper ist mit schwarzen Punkten übersäht und er stürzt ins Auto. Toll, welcome to Jeep Herren und Damen Moskitos. Jetzt schlagen hysterisch drei Personen im Auto um sich und versuchen Franks Geschenk zu erlegen. Aenni und ich wussten, warum wir nicht raus wollten, aber nun gut… 5 Minuten vergehen und wir haben es vollbracht. Die Fahrt kann weitergehen.

Alligatoren sehen wir keine mehr, halt doch, der Selbstmörder auf der US 41 liegt noch bei der Rückfahrt, aber eine schwarze Schlange kreuzt unseren Weg. Nein wir haben sie nicht fotografiert. Zum Einen war sie zu schnell und zum anderen bremst Frank vielleicht nicht für Rehe aber eben für diese Schlange. Das sich die Gurte in die rotgefärbte Haut bohren, naja das merkte er dann auch und so kam er vor Schmerzen nicht dazu, uns für fehlende Fotos zu tadeln. Tja ich sag jetzt mal nüscht weiter dazu. Es geht jetzt über die US41 nach Naples. Der Driver kennt den Fahrtweg blind und nachdem uns MC nen Gutschein von Hollister gegeben hat und Aenni auf dort vorhandene bauchfreie Tops hingewiesen hat, dürfte das Ziel klar sein. Mall gefunden und rein da… Ja auch ich finde das ein oder andere Teil, Frank kann leider aufgrund der Lobster-Daseinsberechtigung nix anprobieren. Ach, schade…Grins. 20 Uhr verlassen wir die Mall und suchen ein Restaurant. Das Outback ist für ein Steak genau richtig und Frank redet mir förmlich nen Melonenmargarita ein. Etwas viel Salz vielleicht aber sehr bekömmlich und lecker. Gegen 23 Uhr heißt es dann, time out und ab ins Bett.

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