26.06.2017 – 5. Tag

Die Sonne scheint wie jeden morgen und heute soll es keine für diese Zeit typischen Kurzgewitter am Nachmittag oder Abend geben. Die wir bis jetzt auch noch nicht wirklich live erlebt haben, aber die die kleine Wetterhexenkugel namens Handy und Wetterapp regelmäßig ansagt. Also beschließen wir Sanibel Island einen Besuch abzustatten. Franks Ansage es geht heute früh los, setzen wir mit naja einiger Verspätung auch 12 Uhr um. Das Auto muss ja erst gepackt werden, Strandstühle, Sonnenschirm, Kühlbox, Wasserball und für die Kleinen unbedingt Sandspielzeug. Nachdem hier zurzeit keine Hochsaison ist, mache ich mir weniger Sorgen darüber, dass wir irgendwo Stau haben.

Allerdings staune ich über die Schuhe unserer Tochter. Badelatschen wurden angesagt und Aenni hat dies auch ganz ordnungsgemäß umgesetzt. Auf die Frage, ob die denn noch passen, kommt ein überzeugendes JA. Frank und ich schauen auf die Füße und lachen nur. Die Zehen hängen vorn weit über, als die Ferse in die richtige Position des Schuhes gepresst wird. OK, vor Sanibel ist noch ne kleine Shoppingmall, dort müssen wir anhalten und Neue kaufen, das geht wirklich nicht. Frank nutzt glaube die Chance, da seine urplötzlich ebenfalls den Geist aufgeben. Gut dann halt 2 paar Crocs und rüber auf die Insel. Der Blick ist wieder herrlich und vor allem keine Spur von Massen an Touristen. Wir versuchen, ich glaube wie jedes Jahr, den letzten Strand an der Insel zu entern und geben es wieder auf, weil wir den Parkplatz nicht finden. Der Navigator hält in diesen Situationen die Klappe, denn der Driver ist ja allwissend. Kurz nach 1 liegen wir am Strand. Aenni hält es bei der Wärme nicht am Strand, sie muss ins Wasser. Da gibt’s nur ein Problem, die große Deutsche Zeitung hat über nen Hai in Mallorca berichtet und für solche Meldungen ist unsere Katastrophendame ja offen, einer von uns beiden muss mit. Im Wasser spiegelt sich das Verhalten wieder, peinlich genau achtet sie darauf, dass wir kein Haifutter sind, also nie die letzten im Wasser oder sagen wir mal sie. Schaut man genau hin, ist sie immer näher am Strand als wir bzw. steht hinter uns. Alle Erklärungen, warum wir heute kein Fischfutter sein werden, werden zwar wie ein Schwamm aufgesogen aber detailgetreue Nachfragen zeigen, das Thema wird uns weiter begleiten.

Aenni und ich haben uns bereits zu Hause eingecremt. Frank will mit Macht braun werden, ja er wird es bereuen, dass er meine sämtlichen Annäherungsversuche mit der Sonnencremedose abwehrt. Aber mit über 40 darf er ja seine eigenen Entscheidungen treffen und ein, hab ich doch gleich gesagt, wird mir sicherlich am Abend über die Lippen huschen. Aenni kommt an diesem Tag höchstens für 5 min zum Essen aus dem Wasser, ansonsten sind wir zwei immer in Bewegung, weil ja einer das Fischfutter spielen muss. Sie erklärt mir aufgeregt, dass sie was hinten im Meer gesehen hätte und Papa nicht reagiert hat. Ja verstehe ich, wenn man mehrere Stunden Biologieunterricht im Wasser hat aber er hätte ihr diesmal zuhören sollen, denn tatsächlich sind einige Meter von uns zwei Delphinflossen zu sehen. Zum Springen scheinen sie keine Lust zu haben aber ab und zu tauchen sie auf und man kann sie bewundern. Ich schwöre Aenni gegenüber, dass es keine Haie sind und so entspannt sie sich auch endlich.

Mittlerweile macht Franky einem gekochten Lobster Konkurrenz und ich darf mit der Sonnenmilchsprühdose an ihn ran. Zwar viel zu spät aber wie gesagt…17 Uhr verlassen wir die Insel und steuern erstmal unser Haus an. Duschen, Wunden lecken zwecks Sonnenbrand, kurze Relaxzeit und dann ab zu Walmart, unsere Getränke sind aus. Zum Essen gehen, haben wir keine Lust und Aenni entscheidet, dass wir zum großen gelben M gehen. Ja auch das. Naja satt sind wir aber irgendwie müssen wir das nicht täglich haben. Mittlerweile zieht ein mächtiges Gewitter auf, der Himmel blitzt. Frank drängelt, er will ins Haus, da wir nicht abschätzen können, was passiert. Neun Uhr liege ich im Bett, die Sonne hat mich geschafft. Als alle im Bett sind, hört man die zarte Stimme unserer Tochter, die Blitze jagen ihr Angst ein. Also tauschen Frank und sie das Bett, so dass die Nacht einigermaßen ruhig wird. Trotz Blitzen regnet es nicht.

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