22.06.2017 – 1. Tag

3.15 Uhr rappelt der Wecker, aber dieses Phänomen kennen wir ja, in null Komma nix ist die ganze Familie im Bad. Wie gesagt unter normalen Umständen schaffen wir das nicht, alle in einer halben Stunde durch zu sein. Aber das klären wir auch nach dem x-Urlaub nicht auf. Ja dann hätten wir allerding auch später aufstehen können, weil wir eben auch eine halbe Stunde früher startklar sind und auf Matze warten. Aenni´s Aufregung steigt immer mehr an, Frankys auch, beides wirkt sich nur unterschiedlich aus. Sie redet und redet und er scheint die Zigaretten zu essen oder so. Jedenfalls stehen irgendwann beide schon draußen und warten auf Matze vor der Tür. Ich genieße drin die Ruhe und merke aber, ich bin auch aufgeregt, hin oder her ich kann es nicht leugnen. Pünktlich 4.15 Uhr kommt Matze anheizt, der Ort hat dank der Auspuffanlage auch was an unserer frühen Aufstehorgie…Grins. Überpünktlich sind wir zum Leid vom Frank am Airport und der Kampf, ums in die Sicherheitszone begeben, beginnt.

Aber es ist wirklich noch Zeit, das heißt wir entscheiden uns für nen Kaffee. Ja ja aber kein Restaurant hat offen. Alle machen erst gegen 5 Uhr am Airport auf. Lange Gesichter, aber welch Glück MC Donalds hat 24 Stunden offen. Ach Mensch, nicht dass wir das Fastfood die nächsten Tage inhalieren, ne wir fangen in Deutschland an. Aber ehrlich gesagt MC Cafe war super, drei Kaffee und ein Erdbeerkuchen für das Kind. Ja dieser wird ohne jegliche Rückversicherung, ob jemand anderes kosten möchte, komplett vertilgt. Dann hat sie wenigstens was im Magen. Viertel nach Fünf mache ich Druck. Ich möchte durch den Sicherheitsbereich. Wer weiß, was da wieder auf uns wartet. Frank hat zwei Nächte kaum geschlafen, das sieht man ihm an und das kann, wenn man die vorherigen Jahre betrachtet, nur in die Hose gehen.

Frank meckert und philosophiert, ob es wohl im Transitbereich ne Smokearea gibt. Das ist mir eigentlich egal, aber ich weiß, sollte es nicht, weil sein Seelenfrieden von meinem abhängt. Ich weiß….So nun kommt´s, wir ab in den Sicherheitscheck und und und, es passiert nüscht… gar nüscht… alles super, keine Untersuchung eben nüscht. Ja, Aenni und ich haben auch doof geschaut, somit gibt es keine Lästereien auf diesem Blog … sorry… Jetzt sitzen wir im Abflugbereich nach München und rechts neben wir wird nochmal dargelegt, wie schlecht man dreimal landen und starten findet und warum das so sein musste. Eh mal ganz ehrlich, die Flüge sind seit knapp nem halben Jahr gebucht. Das war doch nun ne lange Zeit, um sich damit abzufinden. Am Besten das nächste Mal selber buchen, da kann ich dann meckern. Aber da anscheinend die Flugangst etwas kocht, ist die nahe liegende Smokearea wichtiger als die Kommunikation mit mir und das ist gerade voll ok für mich.

6.05 Uhr geht’s ab in den Flieger, der 6.20 startet. Frank freut sich auf den kleinen Imbiss und sein Lächeln vergeht ihm, als er den Cranberry-Corny-Riegel von Lufthansa in der Hand hält. Ups, ich vertröste ihn auf Frankfurt, da frühstücken wir, ich hab auch Hunger. Wir landen pünktlich in München und haben eine Stunde Aufenthalt. Gedacht, es wäre viel, gefühlt viel zu kurz. Frank steuert als erstes ne Smokearea an, ich tobe, weil auf dem Monitor zu unserem Gate eine Laufzeit von 19 min angegeben wird. Frank meint, dass wäre eine andere Zeit. Aber welche, weiß er nicht, er raucht erstmal. Mein Hals schwillt an, Aenni geht in Deckung und Frank raucht. Ach Mensch, manche Sachen wiederholen sich Jahr für Jahr. Irgendwann merkt auch Frank, dass es knapp wird und wir rasen über den Airport. Von Gate K zu G benötigen wir ernsthaft ne gute halbe Stunde mit Suchen und Orientieren und der Unsicherheit, dass sich wohl das Gate geändert hat. Pünktlich zum Boarden sind wir da und Frühstück, ja das war wohl nix. Franks Hoffnung auf den Imbiss im Flieger weicht, als er den zweiten Cranberry-Corny-Riegel in der Hand hält. Und eigentlich weiß er auch, dass er wohl erst im Flieger nach Miami Essen bekommt, weil wir auch nur in Frankfurt eine Stunde zum Umsteigen haben.

So soll es auch sein. Pünktlich aber ohne Frühstück steigen wir in den A380. Holla die Waldfee, das ist schon ein Ding. Das Einsteigen klappt trotz 850 Menschen schnell und reibungslos. Die Plätze sind echt groß, d. h. die Beinfreiheit ist gegenüber Air Berlin riesig. Das Personal ist echt mehr als nett und auch an der Verpflegung kann man nicht meckern. Aenni reduziert die Nahrungsaufnahme wieder bis aufs Nötige, zwei warme Mahlzeiten verstimmen sie etwas. Den Geruch mag sie einfach nicht.

Nach knapp 10 Stunden landen wir wohlbehalten in Miami und ja der Flug war perfekt. Rechts neben mir quietscht die Raucherlunge und wir sehen zu, dass wir schnell zum Zoll kommen. Wir reihen uns bei den Automaten ein, kennen wir ja von New York letztes Jahr und so brechen wir unseren eigenen Rekord und sind 16 Uhr samt Auto auf dem Weg nach Cape Coral, Wahnsinn. Trotz Schlaf im Flieger, die Müdigkeit holt uns ein, so dass Aenni schläft und wir erstmal nen Kaffee brauchen. Charmant werde ich wieder ins Rennen geschickt, um mein Englisch aufzufrischen.

Kurz vor acht sind wir am Haus. Kein Verfahren, weil es ja wieder einen absolut fähigen Navigator samt Karte gab. Ja wir haben kein Navi gebucht, weil ich ja auch so meine Daseinsberechtigung brauch. Schlüsselcode passt und Haus ist perfekt. Ist halt so bei Schreyers, es passt immer. MC hat geahnt, dass wir keinen Bock mehr auf Essen gehen hatten und der Empfangstisch war total süß hergerichtet. Ne nette Karte, kaltes Bier, Chips und ein Geschenk für Aenni brachten die 6 völlig erschöpften Augen zum Leuchten. Und voll ins Schwarze getroffen hatte MC mit dem Jumpsuite für das Kind. Es ist eben jetzt ne kleine Lady geworden. Klamotten sind der Hit. Wir halten noch bis 22 Uhr durch, Aenni hat den Pool noch ausprobiert und dann geht’s ab ins Bett.

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