20.03.2016 – 5. Tag

Der Cocktail hat gewirkt, erst viertel vor acht wird mir bewusst: Heute steht ein mehr als anstrengender Tag an. Disney und ein sehr aufgewecktes Kind, welches mehr als aufgeregt ist und bereits Tinkerbell im Redefluss übertroffen hat, stehen vor meinem Bett. Oh nein, ich will mich verkriechen, aber nix da…Alle im Schnelldurchlauf durchs Bad und Sachen gepackt. Mmhh Wetter ist so la la, hatten sie auch angesagt. Meine Wetter-App zeigt Wolken, also verzichten wir auf Sonnenbrillen und Sonnenmilch. Da wir ja nun wissen, wie der Trubel hier funktioniert, entscheiden wir uns erstmal dafür zu Perkins frühstücken zu gehen. Die Kette haben wir bisher immer gemieden, werden wir wohl auch zukünftig tun.

Kurze Zusammenfassung: Unfreundlicher Kellner, Plocken im Kaffee von ungesäuberten Thermoskannen, auch nach dem Wechsel dieser und einem süffisanten Lächeln des Kellners, dasselbe Problem… aber es war wieder eine Luftballonbastlerin zur Freude von Aenni da… und ja es gab wieder ein PONY diesmal schwarz und braun. Essen war gar nicht so schlecht, ich wieder im FIT-Wahn aber diesmal ohne PIE, wegen dem schlechten Gewissen. Halb elf brechen wir dann zum Magic Kingdom auf. Und siehe da, die Wetter-App hat mal wieder ins Schwarze getroffen, es scheint die Sonne aus vollem Herzen. Grrr, ich glaub es ja nicht, diese Handys. Also wieder ab zum Hotel und die Sunglasses geholt…Was haben wir aber vergessen, richtig die Sonnenmilch, die erwerben wir einfach später für teures Geld im Magic Kingdom… ja selbst schuld.

Durch die kurze Anreise sind wir viertel vor elf bereits bei den Parkplätzen. Für 20 Dollar dürfen wir da auch parken. Da der Parkplatz in Disneyfiguren aufgeteilt ist, müssen wir uns dringend Mulan merken, dort müssen wir heute Nacht wieder hin. Ach ja der Park hat übrigens bis Mitternacht auf, so dass wir gute 13 Stunden zum Erkunden und Plattfüße laufen haben. 11 Uhr sind wir drin, die Sicherheitskontrollen haben sich mit Personenscanner verschärft, was aber in Anbetracht der aktuellen Situation Sicherheit bietet. Und die Preise sind mächtig gestiegen. Seit 2011 ist ein Anstieg von 100 Dollar zu verzeichnen. Das ist ganz schön viel.

Und schon geht der Wahnsinn los, Tinkerbell wird als erstes besucht und die kann labern, dass stellt selbst Aenni fest. Die ist allerdings, was das Englisch betrifft, echt schüchtern geworden. Wir ermuntern sie aber zu reden und dann geht es schon besser. Auch merkt man, dass sie älter wird, wir nutzen mehr Fahrgeschäfte und selbst eine Art Achterbahn wird mit viel Schreien gefahren. Es ist dieses Jahr aber echt voll, ja die Ferien in Deutschland sind dieses Jahr früh und fallen mit einer Woche Frühlingsferien in den USA auf einander, da steppt der Bär im Disney. Alle Paraden werden wieder mitgenommen und Aenni nimmt das ganze viel intensiver wahr als die Jahre zuvor. Olaf der Schneemann muss natürlich als Mitbringsel mit. Auf dass das Bett um ein weiteres Kuscheltier ergänzt wird.

Die Sonne hat tatsächlich den ganzen Tag munter durchgestrahlt. Aenni musste sogar nen Wasserpark zur Abkühlung nutzen. Frank hat mindestens 10 km mehr auf den Beinen, um die Smoke-Areas zu finden. Ja die haben sie nämlich zur Sicherung der Gesundheit reduziert. Puhh, da kann der Franki ja zum Tiger werden. Er rennt siegessicher zu altbekannten Plätzen und was passiert: nüscht, weil Smoke-Area weg. Aber alles gut, er findet ab und zu ein Plätzchen und ist danach wieder fröhlich gestimmt.

Das abendliche Feuerwerk rückt näher und Aenni bescheinigt uns, diesmal sieht sie es sich mit uns an. Die erste Rakete fliegt und eine Windstoß hinter mir lässt mich erahnen, wer das war. Durch die Scheiben des hinter uns liegenden Restaurants lugt die Lady verängstigt hervor. Na dann vielleicht nächstes Jahr, aber bitte nicht in diesem Park. 6 Mal reicht, hoffentlich sieht das Aenni auch so. Pünktlich Mitternacht und keine Minute früher verlassen wir den Park, jede Minute wurde ausgenutzt. Meine Füße haben eine Hitze, so dass ich mich freue, endlich in der Bahn zum Parkplatz zu sitzen. Diese setzt sich in Bewegung und ein netter Herr erklärt im besten Amerikanisch, wo er nicht langfährt. Ja so ist es, no Mulan. Och nee, ich bekomme Panik, Frank tut so als, ob er es gleich gewusst hätte und Aenni, die geht es nix an. Prima an der Endhaltestelle steigen wir aus, ich frage den netten Herren nach Mulan, der grinsend über den ganzen Parkplatz zeigt und schon laufen wir wieder. NNNNEEEEIIIINNNNNNN, so ein Parkplatz kann groß sein, als wir am Auto ankommen, wissen wir, wir sind fast die letzten, der Jeep steht fast allein da. Ein Uhr sind wir im Hotel, nur noch ins Bett und ausruhen!

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