05.04.2014 – 5. Tag

Halb neun heißt es heute aufstehen. Danach wird ausgiebig gefrühstückt, wie jeden Tag bis jetzt auf der Terrasse. Frank hat zuvor wieder den Bacon-Chef gespielt und das auch hervorragend umgesetzt. Aenni nutzt die Gunst der Stunde und springt noch einmal in den Pool. In der Zeit packen wir die Badeklamotten, es soll ja nach Sanibel-Island rüber zum Baden und vor allem Muscheln suchen gehen. Ein ausgiebiges Eincremen ist vorher Pflicht, da keine Wolke am Himmel zu sehen ist.

11 Uhr heißt es Abfahrt, bei diesem Wort stürzt Frank raus und reißt sämtliche Türen seines Wagens, der wir erinnern uns, vor der Garage parkt, auf. Ach nee, sag nicht, es ist warm, denke ich noch so und werfe mich auf den Sitz. Ein Schreien meinerseits lässt Aenni und Frank erstarren. Ich hatte vergessen zu erwähnen, dass der unbedingt notwendige große Wagen auch schwarze Ledersitze haben musste. Ja und diese sind gelinde gesagt auf gefühlte 100 Grad Celsius erhitzt und bringen meinen Hintern zum Kochen sowie anschließend meinen Hals zum Anschwellen. Keiner der beiden sagt mehr was, sondern sieht mich nur unschuldig an.

Dann geht’s endlich los. Vor der Überfahrt zu Sanibel-Island befindet sich noch eine Shopping-Mall auf unserem Weg. Nein nicht zufällig, wie einige denken mögen, sondern seit bereits 5 Jahren an dieser Stelle. Die kenne ich bereits sehr genau und es war auch geplant, dass wir da halten. Nicht wegen mir sondern wegen Aenni. Sie brauch unbedingt noch Crocs (Badeschuhe) für den Strand. Ich dachte, dass ich vielleicht noch einen kleinen Blick bei GAP (wir erinnern uns vom letzten Jahr, mein Lieblingsbekleidungsgeschäft) riskieren kann. Aber nein, weit gefehlt, die Kleine macht mir einen klaren Strich durch die Rechnung. Also wir 12 Uhr zu Crocs rein und dann nahm das Elend seinen Lauf. Wir probierten ca. 40 Treter an; Die einen zu groß, die nächsten zu klein, die anderen zu breit, die nächsten hatten die falsche Farbe und, und, und…Kurz vor ein Uhr sind wir völlig genervt, Aenni sagt nix mehr, Frank schnauft und ich laufe zur Höchstform auf…aber erkenne das Problem… Es ist genetischer Natur…

Tja liebe Omi, wir haben einfach beide deine große Zehe geerbt und somit passen die Schuhe nur sehr bedingt… Also kaufen wir Schluppen mit Zehenfreiheit… Aenni ist glücklich und wir machen uns auf die Toll-Brücke gen Sanibel. Alamo hat bei seinen Mietwagen den SUNPASS drin. D.h., wir können auf der dafür vorgesehenen Line einfach durchfahren und die Gebühr von 6 Dollar wird uns direkt von der Kreditkarte abgebucht. 13.30 Uhr steuern wir den ersten Beach-Parkplatz auf Sanibel an und bekommen auch glatt nen Platz. Frank will schnell ein Parkticket ziehen. Naja aus dem schnell werden 15 min. Ich sehe ihn permanent auf den Automaten tippen, aber es passiert anscheinend nix. Irgendwann schlurft er genervt zum Auto und beschwert sich, das ein Automat kaputt war und auch noch seinen Dollar gefressen hat.

Ungetrübt geht’s zum Strand. Unsere Stühle, das Sandspielzeug und ne Kühlbox im Schlepptau. Wir lassen uns im Sand nieder und da bemerke ich erst, dass Frank meinen Stuhl zurecht macht und für sich selbst eine Liege postiert. Schön denke ich, während er mich frech angrinst. Aber wie immer kommt die Rache auf den Fuß. Ein zartes Stimmchen von der Seite ermuntert ihn mit ins Meer zu gehen. So ein Pech, da kann ich mich mit meinem Buch ja umbetten. Nach ca. 1 Stunde kommen beide aus dem Meer. Schnell wird was gegessen und getrunken, dann wieder ab in die Fluten. Ich muss mit. Anschließend sammeln Aenni und ich einen großen Eimer voll Muscheln. Eine ist schöner als die andere. 18 Uhr heißt es aufbrechen. Wir wollen noch schnell was essen und anschließend den Sonnenuntergang per Foto festhalten. Das gelingt leider nur mäßig, weil sich eine Wolke direkt horizontal auf das Meer legt.

Zu Hause angekommen, betrachte ich mich nach dem Duschen im Spiegel und stelle fest, dass im Moment ein Lobster, der aus dem kochendem Wasser kommt, und ich was gemeinsam haben – die tolle rötliche Panzerfärbung. Riesig trotz Ladival verordne ich mir morgen Sonnenverbot.

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