01.04.2014 – 1. Tag

Kein Aprilscherz, kein Streik, es geht los. Wir haben für 7.00 Uhr das Shuttle im Hotel reserviert. Und… ach was wäre denn ein Tag bei uns, wenn alles glatt gehen würde. Der nette Fahrer informiert uns kurz darüber, dass der linke Vorderreifen Luft verliert und er noch nicht weiss, ob wir es zum Flughafen schaffen. Während ich das für Spaß halte, entgleiten diesmal Frank die Gesichtszüge. Er vergewissert sich, dass wir pünktlich ankommen, der nette Herr bringt allerdings wiederum sein Unbehagen zum Ausdruck. Dass mit den Touristen beruhigen, muss das Holiday-Inn nochmal üben.

Wir sind am Airport angekommen, alles gut verlaufen, wir raus aus dem Auto und rein…Der Herr möchte frühstücken, Aenni und ich sind so aufgeregt, dass wir nix runterbekommen. 8 Uhr heißt es ab zur Kontrolle. Vor uns wird ein Herr der ersten Klasse ausführlich durchsucht. Frank macht sich noch lustig, aber die Rache kommt. Ja genau, zufällig laut Zöllnerin, wird er herausgesucht und bekommt ne routinemäßige Waffen- und Drogendurchsuchung. Er durfte sogar in einen gesonderten abgesperrten Bereich am anderen Ende des Flughafens. Ich weiß auch nicht, aber irgendwas muss er an sich haben. Rechtzeitig und etwas genervt erscheint er dann nach einer gefühlten Ewigkeit.

Wir sitzen diesmal relativ weit hinten in der dritt letzten Reihe. Positiv ist, wir haben eine Dreierreihe für uns, negativ ist, die letzten beißen die Hunde. D. h., das Hühnchen ist aus, weil wahrscheinlich alle im Flieger fleischfressende Pflanzen statt Vegetarier sind. Alkohol genießen die vorderen Reihen auch in rauhen Mengen, weil der Baileys ebenfalls vergriffen war. Aber was soll´s, Aenni hat ihr Kindermenü wieder nicht angerührt und nachdem sich Frank darüber hergemacht hat, durfte ich die Krümel aufessen. Ja so ein Leben ist schon riesig. Der Flug verläuft ruhig, auch wenn mir der Absturz der letzten Maschine ehrlich gesagt etwas im Magen liegt.

Die Landung ist für mich dieses Jahr super, Aenni und Frank leiden. Beide haben Schnupfen, während Frank natürlich als Mann kein Nasenspray braucht, hatte Aenni das Zeug in rauhen Mengen intus, so dass beide überleben. Die Fliegertür geht auf und alles rennt Richtung Zoll, bitte nicht wieder zwei Stunden anstehen. Und was sehen unsere trüben Augen, yes…ganz lange schicke Schlangen zum Ablaufen. Aenni ist hundemüde, der Raucher ist nervlich etwas angespannt und zusätzlich hört er nix… ja und ich wünschte mir, ich würde nix hören…

Nach recordverdächtigen 60 Minuten sind wir durch. Jetzt ab Koffer holen und Richtung Ausgang, das Teer in Franks Lunge ist restlos aufgebraucht. Der Hinweis von mir, man könnte doch jetzt aufhören, wird nett gesagt, mit tötenden Blitzen kommentiert. Ja war ja nur ne Idee. Nachdem wir diesmal nicht direkt bei Alamo gebucht haben, kündigte Frank schon vor dem Abflug ein Upgrade des Autos an. Und was soll ich sagen, er ist endlich bei Alamo dran, er redet und redet. Der Typ redet und redet. Wir warten und warten. Jetzt reicht´s, ich geh hin. Unschuldig schaut mein Göttergatte mich an, ja mach es, sage ich…

Wir haben wieder eine riesen Schleuder, ein Siebensitzer muss es sein. Ich hätte gern nen Weißen, nein Aenni und Frank entscheiden sich für den größten Wagen in schönem schwarz. Ich bin angefressen, sage aber nix. Ganz ehrlich, beide ignorieren mich auch. Aber was soll ich sagen, die Größe des Wagens wird uns noch zum Verhängnis werden.  Als Navigator mache ich mich bereits vor Abfahrt ausgiebig mit den Straßen vertraut. Noch ein Anschiss vom Driver ertrage ich nicht. Und was soll ich sagen, 20 Uhr erreichen wir ohne Chaos unser Haus. Ja und das schöne große Auto passt nicht in die Garage zu hoch und zu lang. Frank guckt sehr sparsam. Ich verkneife mir den Satz, habe ich doch gleich gesagt. Aber er liegt mir auf der Zunge.

Nach der Hausübergabe wollen alle nur noch ins Bett. Unser kleiner Angsthase will bei uns und nicht in einem Zimmer am anderen Ende des Hauses schlafen. Wir sind zu müde für Diskussionen und Frank tauscht mit ihr den Schlafplatz. Super noch eine Nacht mit dem kleinen Saugnapf, aber egal…
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