21.03.2013 – 7. Tag

Nach einem ausgiebigem amerikanischem Frühstück im Zuhause auf Zeit und dem Necken der Daheimgebliebenen mit ihrem unerwünschten Neuschnee schauen wir uns unsere so geliebte Brainstorming-Liste an, um ein Ziel für den heutigen Tag zu finden. Es ist keine Wolke am Himmel aber mit ca. 23 Grad einfach zu kühl für einen Pooltag. Also entschließen wir uns für eine Evergladestour.

Frank weist nach einer Recherche im Internet festes Schuhwerk an, da er auch über Holzstege zu Fuß das Sumpfgebiet erkunden möchte. Ich darf allerding nicht meine neu erworbenen neon-pinken Skechers anziehen, da seines Erachtens die Alligatoren darauf „abfahren“ könnten. Ich weiß gar nicht, ob die Tierchen Farben erkennen können, ziehe aber lieber meine alten grünen Treter an. 12.15 Uhr geht´s ab ins Auto und über die I75 in Richtung East. Diese verlassen wir an der Exit 80 Richtung Süden bis zur US41. An der Monroe Station geht es rechts ab zur Loop Road. Vorher halten wir aber wie jedes Jahr an Franks Lieblingsparkplatz, dort kann man schon die ersten Alligatoren bewundern. Diesmal ist ein Rancherin auf dem Gelände und erklärt den Touristen einiges Wissenswertes. So erfahren wir z. B., dass ein Alligator gerade mal an 25 Tagen im Jahr frisst. Er ernährt sich von Waschbären, Eichhörnchen, Fischen, Vögeln sowie eigenen kleinen Artgenossen. Die Dame hat auch eine Alligatorhaut von einem Tier zum Anfassen dabei, welches die Kraft eine Autos unterschätzt hat. Aenni muss die Haut natürlich inspizieren und anfassen.

Kurz danach sind wir, wie bereits angekündigt, auf der angepriesenen Loop Road. Zuerst ist weder vor noch hinter uns ein anderes Auto zu sehen. Meine fragenden Blicke, ob wir hier wirklich richtig sind, nachdem es sich um keine asphaltierte Straße handelt, ignoriert der Driver. Gott sein dank kommen uns nach ca. 15 Minuten Fahrt endlich Autos entgegen. Wir scheinen richtig zu sein. Die Flora und die Tiere sind atemberaubend. Überall sonnen sich am Straßenrand Alligatoren. So viele und vor allem große Tiere haben wir bei den 5 vorherigen Aufenthalten hier noch nie gesehen. Frank meint, wir sollten mal aussteigen und uns alles von Nahem ansehen. Aenni hat definitiv meine Gene geerbt. Sie sieht ihn ebenso entsetzt wie ich an. Darauf meint er uns mit dem Hinweis, dass die Tiere doch nur an 25 Tagen im Jahr fressen, beruhigen zu können. Na ist klar, weiss ich, ob der Kumpel nicht vielleicht heute gerade Nahrungsaufnahmetag hat. Nix da, Aenni und ich verlassen das Auto nicht, Frank kann es nicht lassen. Wir lassen ihn nicht aus dem Auge, aber kurze Zeit später sitzt er wieder neben uns.

Nachdem es mittlerweile ca. 28 Grad warm ist, haben wir das Autodach und die Fenster offen. Plötzlich taucht kurz über uns ein Greifvogel mit einem Snake-Snack in der Kralle auf. Reflexartig ducke ich mich, während Frank sich eher darüber Sorgen macht, dass der Vogel seine Beute fallen lässt. Sekunden später sind alle Fenster vom Auto zu. Geschätzt haben wir ca. 100 Alligatoren gesehen, dass die Anzahl der Tiere in den Everglades zurückgeht, kann man da gar nicht glauben.

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Auf dem Rückweg halten wir in Naples. Aenni will unbedingt noch zum Strand. Mittlerweile ist es 18.10 Uhr und schon etwas kühler. Dennoch schnappen wir uns die Campingstühle und das Sandspielzeug und stapfen los. Da keine Wolke am Himmel ist, wittert Frank seine Chance einen Sonnenuntergang fotografieren zu können. Nach endlosen Spielen und Spaziergängen sowie Fotosessions am Strand ist es 19.40 Uhr soweit. Ein großer roter runder „Ball“ versinkt im Meer. Faszinierend!

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Jetzt haben wir alle Hunger, außer Frühstück gab es nix, also kehren wir gleich in Naples bei meinem Lieblingsrestaurant dem T.G.I. Fridays ein. Hier gibt es die leckerste selbstgemachte Jack Daniels Soße zu den Gerichten sowie den unschlagbarsten Long Island Ice Tea. Nach dem gestrigen Desaster muss ich heute nicht fahren, also darf ich. 22.20 Uhr sind wir endlich wieder am Haus. Der Tag war lang und anstrengend aber riesig aufregend.

 

3 Kommentare

  1. Hey-ho-…endlich geschafft auf die Seite zu schauen. ..oh mann…ich bin beim lesen mitten im Geschehen:-):-):-)
    Lg aus dem kalten grauen Deutschland

  2. Moin Franky…war doch Absicht mit dem handy oder???? Am Ende alles gut;-):-):-):-):-):-

    Hier ist es arschkalt mit eisigem Wind. ..man will gar nicht raus. .gefühlte -30 grad….also genießt und tankt Wärme wo es nur geht

    Schönes we

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