18.03.2013 – 4. Tag

5.15 Uhr: Der Wecker reißt uns aus dem Schlaf. Ich schwinge mich aus dem Bett, denn heute soll es nach Orlando gehen. Frank lässt im Bad nicht lange auf sich warten, also wecke ich 20 Minuten später Aenni. Diese erklärt mir kurz aber deutlich, dass wir Urlaub hätten und es zum Aufstehen zu früh wäre. Eben so präzise erläutern wir ihr, dass nicht wir sondern sie zum Disneyworld will. Das zieht, innerhalb weniger Sekunden ist die Dame raus aus den Federn und komplett angezogen. Auch die Morgentoilette absolviert sie in rasender Geschwindigkeit. Wenn dies zu Hause doch unter der Woche auch mal so schnell gehen würde.

Anschließend mache ich noch schnell den Reiseproviant fertig. Die Rucksäcke für eine Hotelnacht und den Park habe ich gestern schon gepackt. Pünktlich kurz nach 6 Uhr sitzen wir im Auto und los geht´s die ca. 3 Stunden nach Orlando. Auf der Mitte des Weges überrascht uns ein heftiges Gewitter. Da diese in Florida normal und meistens kurz sind, machen wir uns keine Sorgen über den Parkbesuch, zudem wir Regenjacken mit haben. Kurz nach neun Uhr fahren wir das erste Mal auf der I4 an der Exit 64 zum Magic Kingdom vorbei. Wir wollen aber vorher noch in unserem Hotel vorbei. Wir haben erst vor zwei Tagen (wetterabhängig) das Best Western für eine Nacht per Internet reserviert und keine Bestätigungs-Email erhalten. Also checken wir lieber, ob alles in Ordnung ist, bevor wir gegen Mitternacht noch ein Hotelzimmer suchen müssen.

Nun ja, was soll ich sagen. Natürlich finden wir auf Anhieb das Hotel trotz richtiger Abfahrt und genügend Anfahrtsinformationen nicht. Der Navigator hat wieder versagt, aber der Driver rettet die Situation mit seinem 30 € teurem Datenpaket und Google-Maps. Welche Freude, auch die Reservierung hat geklappt. Also verlieren wir keine Zeit und ab zum Magic Kingdom. Dort erhalten wir gegen 10 Uhr unser Parkticket. Trotz Menschenströme funktioniert die Koordination bei Disney hervorragend, so dass wir mit Ticketkauf, Bahnüberfahrt, Taschenkontrolle sowie Fingerabdrücke nehmen gegen halb 11 der Disneymanie gegenüberstehen. Man beachte, wir sind bis dato bereits 5 Stunden auf den Beinen. Aenni ist aufgeregt und möchte am Liebsten alles gleichzeitig machen.

Wir entschließen uns, als erstes den neuen Teil des Parks zu erkunden, nachdem man nach bereits 3 erfolgten Besuchen ja schon einiges kennt. Also geht’s auf Wunsch des einzigen Herren auf nüchternen Magen zur Goofyloopingbahn. Ok, danach sieht Aenni etwas käsig aus und beschließt, es bei der einen Fahrt zu belassen. Kurzer Hand geht´s zu Ariel, die unbedingt in Aennis Autogrammbuch unterschreiben muss. Wartezeiten hielten sich bis dato mit ca. 25 Minuten und tollen Schlangenwartelinien in Grenzen. Nun ja, Frank überlässt mir die Autogrammjägerei bei Tinkerbell, Mickey Mouse und Co. sowie die Fahrgeschäfte, die sich drehen. Also bleibt für ihn das Autorennfahren mit Aenni.

Natürlich kommen wir um die vielen tollen Souvenirgeschäfte auch nicht rum. Es wurde ja Taschengeld mitgegeben, was ausgegeben werden muss. In diesem Zusammenhang sollte erwähnt werden, dass eine absolute Garantie zu Englisch lernen, Folgende ist. Also entweder man setzt eine Rapunzelperücke, die man trotz Gegenreden der Eltern erworben hat, auf oder man zieht ein GERMANY-T-Shirt an. Beides hatte ich nicht am Körper und konnte somit das lustige Treiben beobachten. Die Eine wurde zwecks der langen Haaren bewundert und angesprochen, der andere von ehemals in Deutschland stationieren Armyveteranen zu deutschen Städten befragt. Da gab es so manch hilfesuchenden Blick bei der Übersetzung.

Jede Pause musste bei Aenni angemeldet werden und durfte 10 Minuten nicht übersteigen. Gegen 20 Uhr wurde verzweifelt versucht, die Zeit bis zur beginnenden Parade um 21 Uhr totzuschlagen, da wir doch erledigt waren. Also kam ein Fahrgeschäft mit einer kleinen Schlange gerade richtig. Nachdem wir vor dem Rapunzelschloss standen, wurde nicht gelesen, sondern vorausgesetzt, dass es darum ging. Aber nein, welch Freude; wir waren in der neu eröffneten Gespensterbahn. Das Kind war gar nicht erfreut und konnte trotz Animationsprogramm und Ablenkungsmanöver der Eltern gar nicht lachen. Danach kam uns die hellerleuchtetet Abendparade mit Mickey und Co. genau richtig. Diese wurde übrigens nach dem Feuerwerk noch einmal wiederholt und Aenni ließ uns vor 23.30 Uhr nicht aus dem Park. Halb 1 waren wir endlich im Hotel. Völlig müde und erledigt, aber eins ist klar, Kalorien sind wir bei dem straffen Programm losgeworden.

%%wppa%% %%slideonlyf=3%% %%align=center%%

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*